Bifaziale Solarmodule für Balkonkraftwerke: Lohnen sie sich wirklich?
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Bifaziale Solarmodule für Balkonkraftwerke: Lohnen sie sich wirklich?
Bifaziale Solarmodule nutzen nicht nur das direkte Sonnenlicht von vorne, sondern auch das reflektierte Licht von hinten. Für Balkonkraftwerke klingt das zunächst nach einem Nischenthema – doch die Realität zeigt echte Vorteile.
Was sind bifaziale Solarmodule?
Ein klassisches Solarmodul (monofazial) hat eine aktive Vorderseite und eine undurchsichtige Rückfolie. Ein bifaziales Modul hingegen hat auf beiden Seiten aktive Solarzellen. Der Mehrertrag durch bifaziale Module hängt stark von der Aufstellsituation ab:
- Auf weißem Boden (weißer Balkon, helle Wand): Mehrertrag von 10–20%
- Auf dunklem Boden (dunkle Fliesen): Mehrertrag von 3–7%
- Senkrecht an der Balkongrüstung: gleichmäßigerer Tagesertrag
Glas-Glas vs. Glas-Folie
Glas-Glas: Höchste Qualität, beste Rückseiten-Effizienz, sehr robust, schwerer. Ideal für feste Montagen. Glas-Folie (transparent): Leichter, günstiger. Gut für flexible Anwendungen.
Praxistest: Bifazial vs. monofazial
In einem Test auf einem Südbalkon im 3. Stockwerk (weißer Betonboden) über 30 Sonnentage: Monofazial (410 Wp): 72 kWh erzeugt. Bifazial (450 Wp): 91 kWh erzeugt (+26%). Der höhere Ertrag entstand durch die größere Nennleistung und die rückseitige Stromerzeugung.
Empfehlungen
Bifaziale Module empfehlen sich für helle Balkone, Flachdach-Aufstellungen, senkrechte Fassadenmontage und überall dort, wo Platz begrenzt ist. Der Mehrpreis ist 2026 gering – bifaziale 400-Wp-Module liegen bereits ab 80 bis 100 Euro pro Stück.